Dienstag, 6. April 2010

Pedigree Dogs Exposed in deutsch

Die Dokumentation der BBC zur Hundezucht in Großbritannien warf im Sommer 2008 ein Schlaglicht auf die Missstände der Rassehundezucht. Erbkrankheiten, Inzucht, Qualzucht, Tötung gesunder, aber nicht standardkonformer Welpen waren (und sind?) übliche Praxis bei der Zucht von Rassehunden.

Durch den nun entstandenen Druck der Öffentlichkeit sah sich der Kennel Club gezwingen, eine grundlegende Wende einzuleiden - zum Wohle und der Gesundheit der Hunde. Aber ein großer Teil der Züchter wendet sich weiterhin gegen jede ernsthafte Reform im Interesse der Hunde. So erwägt nun das brititsche Parlament ein Gesetz zum Schutze der Hunde. In Deutschland setzt sich der Dortmunder Appell für eine solche Wende in der Zucht ein. Nach unseren Informationen verhinderte bisher der Druck der Nahrungsmittelindustrie, die auch 3 Mrd. Euro im Jahr an Heimtiernahrung umsetzt und einen mächtigen Faktor in der Werbewirtschaft ausmacht (Hunde- und Katzenfutter alleine zählt zu den Top Ten), eine Ausstrahlung dieser Doku in Deutschland.

3 Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Ich kannte die englischen Videos und hatte nicht damit gerechnet, dass es mich wieder genauso erschüttern und traurig machen würde.

Man kann diese Bilder nicht wirklich verarbeiten. Entweder man verdrängt und sieht weg oder man tritt für Änderungen ein.
Der Dortmunder Appell ist eine gute Initiative für all diejenigen, die nicht wegsehen können und es vor allem auch nicht wollen!

Hoffentlich sehen sich viele Menschen die Videos an! Vielen Dank für die links zu einer deutsch-übersetzten Version!

Grüße von Elke und Jungs

Fröschl hat gesagt…

Ich habe in ihrem Buch "Schwarzbuch Hund" schon davon gelesen, aber was ich hier sehen musste, übertraf meine schlimmsten Erwartungen!

Danke, dass es solche Leute wie sie gibt, auch im Namen von meinem Einstein!

jbucher hat gesagt…

Hallo,

nachdem ich den Film in Ruhe angesehen habe, bin ich zu dem Schluss gekommen, dass mir Fragen wie "Wie kann man nur einer Sekte verfallen?" oder " Wie konnte das 3. Reich nur Realität werden?", kein großes Kopfzerbrechen mehr machen.
Wenn man sieht, mit welcher Ignoranz die Funktionäre in dem Film auf die klaren Tatsachen reagieren, dann kann man erahnen, wie aufgeblasenes Brimborium, inhaltsfreies und von wirklicher Erkenntnis befreites Dummgetue von selbsternannten Pseudoinstanzen vielen Menschen das Gehirn vernebeln können.
Wenn z.B. ein Funktionär behauptet, man hätte den Basset in den Jahrzehnten der Zucht "verbessert", dann liegt bei mir der Verdacht nahe, dass der selber schon gar nichts mehr für diese dreiste Behauptung kann, der meint das wohl wirklich so - und das wirklich schlimme daran ist, dass dieser Mensch auch noch scheinbar Einfluss hat.
Man muss sich natürlich darüber im Klaren sein, dass Erkenntnis und Respekt vor der Natur gegen Kommerz in unserer Turbokapitalistenwelt KEINE Chance haben.
Es ist vollkommen klar, dass man gegen diese Art der Hundezucht und ihre Doofprediger nur mit staatlicher Gewalt ankommt. Wenn es nicht gelingt, dass man diese Art der "Schönheitszucht" mit all ihren perversen Folgen per Gesetz verbietet, dann werden noch ungezählte kranke Superchampions immer mehr noch kränkerer Welpen in die Welt setzen und es werden immer mehr Besitzer immer mehr Geld für ihre Lieblinge ausgeben.
Vom Standpunkt der Geldschaufelei ein perfektes Geschäft - ein Trauerbild für die Kultur und die Ethik in den Ländern, in denen so etwas möglich ist.
Die einzige Chance, die Sache ein wenig abzumildern, sehe ich darin, dass immer mehr einsichtige und intakte Mitbürger sich einmischen und klar stellen, dass diese Art der Hundezucht von der breiten Mehrheit der Gesellschaft NICHT toleriert wird.
Dann kann es vielleicht gelingen, dass man diesem Schwachsinn und ihren Predigern einen staatlichen Riegel vorschiebt.
Es muss in der Gesellschaft ein Bewusstsein dafür entstehen, dass z.b. die Behauptung, der Basset wäre in den Jahrzehnten der Zucht "verbessert" worden, als ein Zeichen von schwerer geistiger Verwirrung gewertet wird. Erst dann kann man hoffen, dass Rassehunde noch eine Zukunft haben.
J.Bucher

 
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